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Warum wir aktiv sind
Über 400 Frauen wurden in Ciudad Juárez in den letzten 15 Jahren ermordet. 140 Menschen wurden 2006 bei Ausschreitungen in Oaxaca verhaftet, 20 getötet. Mindestens 11 Journalisten wurden in den letzten beiden Jahren ermordet. 200 Personen wurden in San Salvador Atenco und Texoco 2006 nach Demonstrationen festgenommen, 150 angeklagt und 26 Frauen nach ihrer Verhaftung von Polizisten sexuell missbraucht.
Es gibt noch immer viele Gründe, warum Amnesty International sich besonders intensiv mit Mexiko beschäftigt. Die oben genannten sind nur ein Ausschnitt der prekären Menschenrechtslage.
Wer wir sind
Deshalb hat sich 2007 in Darmstadt die Koordinationsgruppe Mexiko gegründet. Sie ist eine bunte Mischung aus langjährigen Amnesty-Mitgliedern, echten Mexiko-Experten und hochengagierten Menschenrechtsverteidigern. Inzwischen besteht die Gruppe aus vielen Mitgliedern in Berlin, Hamburg, Darmstadt und Dresden.
Ko-Gruppen nehmen innerhalb von Amnesty eine wichtige Rolle ein, sie sind Bindeglieder zwischen dem internationalen Sekretariat in London und dem Sekretariat der deutschen Sektion in Berlin und Bonn auf der einen Seite sowie den Mitgliedern in den Lokalgruppen und Bezirken auf der anderen Seite.
Was wir tun
Unsere wichtigste Aufgabe ist es daher, die Mitglieder, die sich für die Vorgänge in Mexiko interessieren und gegen die Menschenrechtsverletzungen aktiv werden wollen, mit Informationen zu versorgen. Dazu übersetzen und verteilen wir das Informationsmaterial, das von London aus recherchiert wird und geben einen umfassenden Rundbrief heraus, der immer über die neuesten Entwicklungen informiert.
Wir rufen insbesondere auch Lokalgruppen oder die breite Öffentlichkeit dazu auf, in Einzelfällen aktiv zu werden, damit Menschenrechtsverletzungen verhindert, politische Gefangene freigelassen oder Folteropfer entschädigt werden. Hierzu verteilen wir z.B. zu jeder von Amnesty herausgegebenen Eilaktion auf Spanisch vorformulierte Appellbriefe über unser E-Mail-Netzwerk.
Als die Mexiko-Experten der deutschen Sektion sind wir aber auch in anderen Bereichen aktiv, beantworten Anfragen von Außen, begleiten hauptamtliche Amnesty-Mitarbeiter bei Mexiko-spezifischen Terminen und informieren deutsche Politiker über die Menschenrechtssituation in Mexiko.
Was noch zu tun ist
Einer der wichtigsten Schwerpunkte der Amnesty-Arbeit in Mexiko sind die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Menschenrechte. Leider gibt es auch hier viel zu tun: Die indigene Bevölkerung stellt den größten Teil der verarmten Bevölkerung Mexikos, sie sind häufig von Bildung und Gesundheitsversorgung ausgeschlossen und geraten oft in Konflikte mit internationalen Unternehmen oder lokalen Kaziken um ihr traditionell angestammtes Land. Frauen leiden extrem unter dem in Mexiko vorherrschenden Machismo und Migranten werden selbst grundlegende Rechte vorenthalten.
Jeder kann mitmachen
Es gibt also nach wie vor sehr viel zu tun in Mexiko – Wir können jede Hilfe gebrauchen und freuen uns stets über Mitglieder aus ganz Deutschland! Kontaktiert uns einfach über das Formular unter Unsere Gruppe und kommt zu einem unserer Treffen.
Eure Mexiko Kogruppe